Das Thema Haushalt führt immer wieder dazu, dass viele Eltern bzw. Mamas (vielleicht auch du) sich die Frage stellen:

Soll mein Kind im Haushalt mithelfen?  Wenn ja, ab wann? Und wie setze ich das am Besten um? Oder ist es meine Pflicht als Mama mich darum alleine zu kümmern?

Haushalt

Dabei beobachte ich häufig, dass folgende Betrachtungsweisen bei vielen Eltern auftauchen:

  • Der Wunsch, dem Kind alles abzunehmen, weil es ja so viele andere Verpflichtungen wie Schule, Sport usw. hat.
  • Die Sorge, dass es nie selbstständig wird und auch mit 30 noch die Wäsche zu Mama bringt.
  • Das Rollenverständnis, dass Hausarbeit einzig und allein Sache der Erwachsenen ist und die Kinder ausgebeutet werden, wenn sie mithelfen müssen.
  • Der Glaube, dass es nur richtig gemacht wird, wenn Mama es selber macht und es so ja viel effektiver ist.
  • Überforderung der Mutter und der daraus entstehende Wunsch nach mehr Unterstützung; oft gepaart mit einem Belohnungssystem oder aber einer  Bestrafung bei Verweigerung der Mithilfe.

Sicherlich hat jeder Gedankengang seine Berechtigung und zu jedem können viele Begründungen angeführt werden. Darauf möchte ich heute aber gar nicht näher eingehen. Ich möchte dir heute einfach 3 Tipps geben, wie du es deinen Kindern erleichtern kannst ohne Zwang  im Haushalt mitzuhelfen.

1. Dein Kind will dir im Haushalt helfen

Gerade kleine Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren haben sehr viel Freude daran im Haushalt zu helfen. Nutze diese Begeisterung und gib deinem Kind passende Aufgaben, die es alleine bewältigen kann, z.B. Blumen gießen, Staub wischen oder Tisch abräumen.

Dein Kind erfährt dadurch, dass es wertvoll für die Familie ist und trotz des jungen Alters einen Beitrag leisten kann. Es stärkt die Selbstständigkeit und ganz nebenbei das Wir-Gefühl der Familie.

Dein Kind verbindet dann bereits von Klein auf nichts Negatives mit den kleinen Haushaltsaufgaben, sondern erlebt diese als positiv. Dies wiederum führt dazu, dass auch in späteren Jahren, wenn andere Themen wichtiger werden, kleine Haushaltsaufgaben relativ entspannt gesehen werden, weil sie sich als Teil des Familienlebens etabliert haben.

2. Reduziere deine Erwartungshaltung

Damit meine ich, dass du von deinem Kind nicht erwarten solltest die anfallenden Aufgaben genauso zu erfüllen, wie du es tun würdest. Dies führt meist dazu, dass du mit dem Ergebnis unzufrieden bist und die Arbeit deines Kindes kritisierst oder es belehrst. Beides demotiviert und gibt deinem Kind nur wenig Grund das nächste Mal wieder mitzuhelfen.

Außerdem kommen viele Mamas dann zu dem Schluss, dass es doch besser ist, wenn sie alles alleine machen. Das frustriert und führt zu Anspannung, dem Gegenteil von gelassen und entspannt.

Also, wenn deine Kinder mithelfen, dann drücke ein Auge zu, bleib gelassen und würdige die Hilfe, indem du sie siehst und das auch aussprichst.

3. Lasse Spielraum zu

Gib einen Zeitrahmen für die zu erledigenden Aufgaben vor, innerhalb dessen dein Kind frei entscheiden kann, wann es die Aufgabe erledigen möchte. Vermeide in dieser Zeit auch ständig nachzufragen, ob es schon erledigt wurde.

Hilfreich kann hier ein Aufgabenplan sein, den ihr alle gemeinsam erstellt. Jeder hat 1-2 Aufgaben pro Woche zu erledigen und über den Zeitpunkt darf er selbst entscheiden.

Wenn die Kinder mitentscheiden dürfen und der Plan tatsächlich Familiensache ist, dann werden die Aufgaben auch als Familiensache angesehen. Kinder erkennen dadurch ganz schnell, dass zu einer Familiengemeinschaft gehört, dass jeder einen Teil beiträgt und es für alle von Vorteil ist, wenn nicht alles an einer Person hängen bleibt.

Aufgaben im Kommandoton vorzusetzen erzeugt dagegen (verständlicherweise) nur Gegenwehr und Ablehnung.

Deshalb:

  • Sei dir bewusst, was du wirklich willst, welche Aufgaben wirklich wichtig sind. Willst du z.B. wirklich bei allem Hilfe von deinem Kind oder nur bei bestimmten Arbeiten?
  • Bezieh dein Kind relativ früh mit ein, spielerisch und mit Freude.
  • Willst du irgendwann nach Jahren erst einführen, dass alle mtihelfen, dann kommuniziere warum. Wieso wünschst du dir Hilfe? Warum jetzt? Wie können  sie dich unterstützen?
  • Wähle Ich-Botschaften und keine Vorwürfe wie „Nie hilfst du mit“, „Überall liegen deine Sachen herum“.
  • Besprecht vorher was genau unter den jeweiligen Aufgaben verstanden wird. Dein Kind kann nicht wissen welche genaue Vorstellung du davon hast.
  • Bad putzen bedeutet für dich z.B., dass auch der Boden gewischt und die Toilette geputzt wird. Für dein Kind bedeutet es vielleicht aber nur, dass die Waschbecken geputzt werden sollen.
  • Klare Kommunikation spart Frustration, Konflikte und Energie für alle.
  • Besprecht die Aufgabenteilung gemeinsam und lasst alle mitentscheiden.
  • Lieber nur 1 Aufgabe, die zuverlässig ausgeführt wird statt 3-4 von denen keine erledigt wird, weil dein Kind zeitlich und organisatorisch überfordert ist bzw. es als Strafe ansieht.
  • Wenn dir dabei eine Struktur wichtig ist und zur Orientierung kann ein Aufgabenplan hilfreich sein.

Fazit

Ich hoffe die kleinen Tipps helfen dir die Sache mit der Mithilfe im Haushalt zu reflektieren und für alle positiv zu gestalten.

Wenn jedes Familienmitglied Hausarbeit als Beitrag zu einem gelingenden Familienleben sieht, kann der Gemeinschaftssinn gestärkt und das Verantwortungsbewusstsein und die Selbstständigkeit deines Kindes gefördert werden.

Voraussetzung dabei ist allerdings, dass die Aufgaben bzw. der Zeitraum verhandelbar bleiben, jedes Familienmitglied seinen Beitrag leistet und Strafen und Belohnungen vermieden werden.

Wie ist das bei dir zuhause geregelt? Habt ihr einen Aufgabenplan? Oder hast du noch einen anderen besonderen Tipp? Schreib mir doch in den Kommentaren…ich freu mich.

Liebe Grüße

PS:
Hättest du gerne mehr Tipps von mir, wie du entspannt und gelassen erziehen, dein Mama-Sein richtig genießen UND die Bedürfnisse deines Kindes erkennen kannst?

Dann lade ich dich sehr gerne zum kostenlosen Coaching in meine facebook-Gruppe „Entspannte Erziehung – Entspanntes Mama-Sein“ ein.

Hier unterstütze ich Mamas dabei ihr Familienleben mit Leichtigkeit und Freude zu gestalten, eine positive Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen, gelassener zu werden und sich selbst persönlich weiterzuentwickeln.

Ich freu mich auf dich!

Emmalis Montagslieblinge – So helfen Kinder im Haushalt mit
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