Hausaufgaben sind in unzähligen Familien eines der größten Konfliktthemen. Nicht selten werden den Diskussionen zum Thema enorm viel Zeit, Energie und Nerven geopfert. Und egal, ob die Hausaufgaben nach diesen aufreibenden Streitgesprächen erledigt werden oder nicht, gut fühlen sich dabei weder Elternteil noch Kind.

Obwohl man natürlich über Sinn und Unsinn von Hausaufgaben diskutieren kann, sind sie immer noch ein großer, vehement eingeforderter  Bestandteil des Schullebens. Aus diesem Grund möchte ich Dir heute meine 3 Lieblingstipps vorstellen, um die Hausaufgabensituation für alle Beteiligten etwas zu erleichtern.

Hausaufgaben

1. Findet eine Struktur für die Hausaufgaben

Finde gemeinsam mit deinem Kind eine Struktur für die Erledigung seiner Hausaufgaben. Nach ca. 2 Wochen wird dein Kind selbst in der Lage sein die Hausaufgaben richtig zu strukturieren und an die eigenen Bedürfnisse und Stärken anzupassen. Anfangs benötigt es noch deine Unterstützung. Stellt euch dabei folgende Fragen:

  • Womit wird begonnen? Manche Kinder erledigen am Liebsten die unangenehmen und schwierigeren Hausaufgaben zuerst, weil sie dann weg sind. Andere, die sich insgesamt nachmittags schwer konzentrieren können oder wenig motiviert sind, beginnen besser mit leichten Aufgaben, machen danach etwas Schweres und zum Abschluss wieder etwas Leichteres. Diese Abwechslung erleichtert das Dabeibleiben und das konzentrierte Arbeiten.
  • Welcher Zeitraum? Je nach Alter des Kindes ist es sinnvoll einen bestimmten Zeitraum vorzugeben, innerhalb dessen die Hausaufgaben erledigt werden müssen. Bewährt hat sich auch eine Aufteilung in schriftliche und mündliche Hausuafgaben. Viele Kinder erledigen die schriftlichen Hausaufgaben zeitig nach der Schule, haben dann Freizeit und erledigen die mündlichen Aufgaben erst abends. Besonders Vokabeln lernen gelingt vielen älteren Kindern und Jugendlichen abends viel besser. Woran das genau liegt und weitere Lerntipps findest du hier…klick.
  • Wie sieht die Leistungskurve aus? Bestimmt hast du schon von der Leistungskurve gehört, sie sagt etwas darüber aus, wann wir uns im Durchschnitt am Besten konzentrieren können und am leistungsbereitesten sind. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, aber schau dir diese Kurve mal an und überlege wie ihr sie dazu nutzen könnt, die beste Hausaufgabenzeit für dein Kind zu finden. Hausaufgaben während eines Leistungstiefs benötigen oft doppelt solange an Zeit, weil es deinem Kind sehr schwer fällt sich zu konzentrieren.

Hausaufgaben

2. Pausen sind wichtig

Das beginnt bereits nach der Schule. Lass deinem Kind Zeit zuhause anzukommen, Musik zu hören, sich kurz hinzulegen oder die Lieblingssendung anzusehen. So ein Schultag ist anstrengend. Esst gemeinsam und tauscht euch über euren Vormittag aus, das hilft deinem Kind sich zu entspannen und abzuschalten.

Auch während der Hausaufgaben benötigen Kinder kurze Pausen. Beim Fächerwechsel könnte dein Kind sich angewöhnen etwas zu trinken oder kurze Dehnungsübungen zu machen. Atemübungen helfen dabei den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen, die Konzentration zu erhöhen, sich zu zentrieren und mehr Energie zu bekommen.

Da dies auch für dich als Mama von Vorteil ist, könntest du dies gemeinsam mit deinem Kind machen. Es entzerrt die Hausaufgabenzeit, ihr macht etwas gemeinsam und habt hoffentlich auch noch Freude dabei.

Auch hier gilt herauszufinden, was für dein Kind am Besten ist. Frag nach, tausch dich mit ihm aus, lass es Vorschläge machen und halte dich möglichst mit Belehrungen zurück.

3. Zurückhaltung und Selbstverantwortung

Ich weiß es ist schwer. Du willst, dass dein Kind in der Schule mitkommt, hast vielleicht Nachmittags-Termine geplant und ermahnst dein Kind deshalb im 15 Minuten-Takt doch endlich mit den Hausaufgaben zu beginnen. Vielleicht verstrickst du dich sogar in Diskussionen zum richtigen Rechenweg, der Heftführung, Handschrift usw.

Genau hier solltest du dir selbst innerlich ein „Stopp“-Schild vor Augen halten. Ich bin mir nämlich fast sicher, dass diese Ermahnungen, das Nachfragen und die Diskussionen kaum etwas bringen außer schlechte Stimmung und Genervt-Sein auf beiden Seiten.

Du bist nicht der Lehrer, das ist gut und deshalb entspann dich ein bisschen. Du bist nicht dafür zuständig die Handschrift zu bewerten oder dafür zu sorgen, dass keine Fehler in den Hausaufgaben sind. Das fällt in den Aufgabenbereich der Lehrkraft und diese hat vielleicht ganz andere Sichtweisen als du.

Sieh dich mehr als Begleiter und gib deinem Kind die Selbstverantworung zurück, indem du:
  • nur einmal einen Zeitraum vorgibst, innerhalb dessen die Hausaufgaben erledigt werden müssen und nicht halbstündlich nachfragst, was es denn auf habe, wann es denn beginnen möchte usw..
  • zwar in der Nähe und in Rufweite bist, aber nicht die ganze Zeit (gut gemeint) beobachtend und kontrollierend neben deinem Kind sitzt. Das hemmt bzw. animiert dein Kind dazu jede Kleinigkeit nachzufragen.
  • deinem Kind bei auftauchenden Problemen hilfst; allerdings nur durch Denkanstöße und nicht durch Vorgabe der Lösung.
  • Vertrauen in die Fähigkeiten deines Kindes hast und ihm die Möglichkeit gibst es alleine zu schaffen und ihm dies dann auch rückmeldest, wenn es selbstständig gearbeitet hat.

Das waren sie auch schon wieder…meine Montagslieblinge.

Bedenke bitte, dass natürlich jedes Kind ganz unterschiedlich ist und das dies hier nur allgemeine Tipps sind. Passe sie an eure Situation an oder erweitere sie bei Bedarf durch alternative Möglichkeiten deinem Kind das Lernen zu erleichtern.

Wie Dein Kind leichter, erfolgreicher und mit Spaß lernt – 5 unkonventionelle Tipps

 

Wie klappt es bei deinem Kind mit den Hausaufgaben? Hast du vielleicht noch weitere Tipps? Dann lass es mich in den Kommentaren wissen…ich freu mich!

Liebe Grüße

PS:
Hättest du gerne mehr Tipps von mir, wie du entspannt und gelassen erziehen, dein Mama-Sein richtig genießen UND die Bedürfnisse deines Kindes erkennen kannst?

Dann lade ich dich sehr gerne zum kostenlosen Coaching in meine facebook-Gruppe „Entspannte Erziehung – Entspanntes Mama-Sein“ ein.

Hier unterstütze ich Mamas dabei ihr Familienleben mit Leichtigkeit und Freude zu gestalten, eine positive Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen, gelassener zu werden und sich selbst persönlich weiterzuentwickeln.

Ich freu mich auf dich!

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Emmalis Montagslieblinge – so klappt´s mit den Hausaufgaben
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