Familienrituale sind wichtig und jeder kennt sie. Vermutlich erinnerst du dich an ein bestimmtes Ritual aus der Kindheit immer wieder gerne zurück, weil es dir ein schönes Gefühl vermittelt hat und vielleicht hast du dasselbe Ritual auch schon in deine eigene Familie integriert.

Familienrituale sind aus 2 Gründen so enorm wichtig:

  1. Sie bieten deinem Kind Sicherheit und Orientierung und entlasten dadurch auch dich in deiner Elternrolle, weil sie akzeptierter Bestandteil sind und nicht immer neu verhandelt oder diskutiert werden müssen.
  2. Sie stärken euren Zusammenhalt als Familie, sowie eure Beziehungen untereinander und sie schaffen positive emotionale Verbindung.

Aus diesem Grund und für den Fall, dass du noch kein eigenes Ritual für deine eigene Familie gefunden hast, möchte ich dir heute 7 Inspirationen für Familienrituale vorstellen, die euren Zusammenhalt stärken und euch allen gut tun – Voraussetzung dafür ist, dass sie positiv besetzt sind, also kein Druck oder Zwang dahinter steht.

Rituale für Familien

1. Top und Flop

Mit den Kindern in Kontakt zu bleiben ist enorm wichtig. Vor allem, wenn sie größer werden bekommt man leicht das Gefühl als ob sie einen nichts mehr erzählen wollen.

Um mit den Kindern im Gespräch zu bleiben, sich gegenseitig auszutauschen und so an ihrem Leben teilhaben zu können, bietet es sich an als Ritual das Gespräch über alles, was gut war am heutigen Tag und was nicht so gut war, einzuführen.

Dies hilft nicht nur dabei im Austausch mit den Kindern zu bleiben, sondern unterstützt sie auch dabei ihren Tag zu reflektieren und den Fokus auf das Positive zu legen.

Am Besten eignet sich dafür die Mittagszeit, wenn alle gemeinsam am Tisch sitzen und die Kinder einen aufregenden Tag in der Kita, dem Kindergarten oder der Schule hinter sich haben.

Fang am Besten du selbst damit an von deinem Tag zu erzählen, indem du 3 schöne Dinge aufzählst und ein negatives Erlebnis. Dann einfach der Reihe nach das Wort weitergeben.

Wichtig dabei ist:

  • Jeder darf so wie er mag (also wenn deinem Kind nur eine gute Sache einfällt, dann ist das ok)
  • Niemand wird gezwungen, denn ein ritual soll positiv besetzt sein
  • Das Gesagte nicht bewerten (z.B. mit „Ach so schlimm kann das doch nicht gewesen sein“, „Das kannst du jetzt nicht über deine Lehrerin sagen“ usw.), sondern einfach sein lassen

Wenn du gerne noch mehr Ideen hättest, wie dein Kind dir mehr von der Schule erzählt, dann schau hier in diesem Blogartikel – KLICK

2. Insider

Habt etwas, dass nur ihr in dieser Form macht – also ein Insider-Ritual. So etwas finden Kinder sehr schön und es stärkt das Wir-Gefühl enorm und vor allem könnt ihr euch gegenseitig immer daran erinnern, z.B. wenn der Tag sehr hektisch ist.

Hier bieten sich unzählige Möglichkeiten an.

Vom einfachen „Gute Nacht, ich hab dich lieb“ jeden Abend bevor du das Kinderzimmer verlässt…
…über etwas, dass euch wieder beruhigt, wenn es mal konfliktreich hergeht oder jemand traurig ist, z.B. „Wir müssen uns dringend gegenseitig reparieren“ (bedeutet fest in den Arm nehmen)…
…bis hin zu einem geheimen Abklatsch-Ritual zur Begrüßung, Verabschiedung oder bei einem Erfolg.

Seid kreativ, habt Spaß und genießt die Verbindung, die dadurch entsteht.

3. Glücksmomente festhalten

Tagtäglich erlebt man als Familie magische Momente, die aber in der Hektik des Alltags ganz schnell wieder untergehen und vergessen werden.
Deshalb ist es so schön sich ein Glücksglas zuzulegen. Jedes Familienmitglied schreibt seine persönlichen Glücksmomente auf ein kleines Stück Papier und legt es in das Glücksglas (kleinere können ihre Glücksmomente auch malen).

Ist es voll, braucht ihr dringend positive Momente als Familie oder ist ein Jahr vorüber, holt ihr das Glas hervor und lest euch gegenseitig die Momente vor.
Das ist so schön, verbindet ungemein, ihr erfahrt viel voneinander und erlebt diese schönen momente in gedanken noch einmal, was automatisch eure Stimmung hebt.

Probier es aus…hier hab ich schon einmal darüber geschrieben

4. Gemeinsam geht´s besser

Im Familienalltag gibt es Aufgaben, die erledigt werden müssen, auch wenn sie nicht ganz so viel Freude machen, wie z.B. aufräumen.

Auch daraus könnt ihr ein Familienritual machen. Legt einen Tag fest (z.B. Samstag von 10:00-11:00 Uhr); in diesem Zeitraum macht ihr euch gute Musik an und helft alle zusammen und bringt das Haus auf Vordermann. Jeder bekommt (dem Alter entsprechend) seine Aufgaben zugeteilt und zum Schluss macht ihr etwas Schönes gemeinsam als Familie. Pizza bestellen, ein Familienspiel, Ausflug oder etwas anderes.

Dadurch, dass ihr es gemeinsam macht, hat keiner das Gefühl, dass alle Arbeit an ihm hängen bleibt oder dass einer mehr als der andere machen muss.
Es wird ein fester Bestandteil eures Alltags, der nicht mehr verhandelt werden muss und auf den ihr euch vielleicht sogar freut, weil ihr ja im Anschluß etwas Schönes gemeinsam unternehmt.

 

So erzählt dir dein Kind gerne von der Schule: 11 Fragen

5. Psst…Ruhe

Kinder (und natürlich auch ihr Eltern) habt viele Termine, ständig gibt es Dinge und Aufgaben, die erledigt werden müssen und so entsteht schnell ein Gefühl des gestresst seins.

Um dem entgegenzuwirken, wieder mehr Ruhe in euren Familienalltag zu bringen, achtsamer zu werden und mehr Nähe zu schaffen, ist es wichtig regelmäßig für Ruheinseln zu sorgen.
Diese könnt ihr so gestalten, wie es am Besten zu euch und eurem Tagesablauf passt.

Denkbar wären:

  • 15 Minuten am Tag, in denen sich jeder zurückzieht und auf seine Weise abschaltet
  • Meditationsmusik auflegen und sich bequem auf den Boden legen und gemeinsam nichts tun…nur zuhören
  • es sich bequem machen und kuscheln
  • sich gegenseitig mit einem Igelball massieren und dazu ein Hörspiel oder ruhige Musik laufen lassen

Ich bin mir sicher, dir fallen noch ganz viele andere Möglichkeiten ein und glaub mir ihr werdet alle davon profitieren, wenn ihr diese Ruheinseln konsequent jeden Tag in euren Alltag integriert.

6. Feiertagsritual

Feiertage bieten sich ganz besonders an, um individuelle Familienrituale zu schaffen.

Schaut, was euch allen gefallen würde, welche Elemente aus den Feiertagsritualen eurer Kindheit ihr gerne beibehalten möchtet und welche eher nicht, fragt eure Kinder, was sie am Schönsten finden und kreiert daraus euer ganz persönliches, individuelles Feiertagsritual.

Möglich wären hier:

  • ein bestimmtes Frühstück
  • Pyjamavormittag
  • ein bestimmter Kuchen, den ihr gemeinsam macht
  • bestimmtes Essen
  • usw.

Findet euer Ritual und freut euch alle Jahre wieder daran. Das schweißt zusammen, schafft positive Erinnerungen und ihr könnt euch sicher sein, dass ihr es dann auch genießen könnt (weil es euer eigenes ist).

7. Codewort

Irgendwann fangen die Kinder an Freunde zu besuchen, werden auf Geburtstagsfeiern eingeladen, ihr seid auf Familienfeiern unterwegs oder eure Kinder sind im Teenageralter und abends aus.

Es macht sehr viel Sinn euch ein Codewort zu überlegen, dass dein Kind immer dann zu dir sagen kann, wenn es sich unwohl fühlt, nach Hause möchte, deine Hilfe braucht oder im Falle eines Teenagers sofort abgeholt werden möchte.

Dieses Codewort schafft zum einen Verbindung, es erleichtert es deinem Kind sich dir anzuvertrauen ohne genau seine Gefühle erklären zu müssen und verhindert, dass dein Kind beschämt oder vorgeführt wird, weil die anderen nicht nachvollziehen können, warum es schon nach Hause will oder weil es plötzlich an seine Grenzen kommt und sich doch nicht mehr traut auf den Baum zu klettern.

So kannst du dein Kind unterstützen und ihm helfen diese Situation zu beenden. Besprechen könnt ihr die genauen Gründe ja dann zuhause in Ruhe.

 

Ich hoffe du konntest einige Anregungen für dich finden und ich freu mich, wenn du mir eure Familienrituale unten in den Kommentaren schreibst; so hilfst du auch anderen Eltern mit deinen Ideen.

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Liebe Grüße

 

 

 

PS:
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Hier unterstütze ich Mamas dabei ihr Familienleben mit Leichtigkeit und Freude zu gestalten, eine positive Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen, gelassener zu werden und sich selbst persönlich weiterzuentwickeln.

Ich freu mich auf dich! 

7 Familienrituale, die den Zusammenhalt stärken und gut tun
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