In der Arbeit mit meinen Klientinnen sprechen wir anfangs darüber, warum sich ihr Familienleben, ihr Umgang mit Kind und ihr Mama-Sein so anstrengend und schwer anfühlt. Und vielleicht erkennst du dich darin wieder und es geht dir aktuell ähnlich und du denkst manchmal:

  • obwohl ich mich so bemühe, klappt es nicht
  • Mama-Sein muss eben anstrengend sein
  • es liegt an meinem Kind (meinem Partner), weil die nicht mitmachen
  • dafür muss ich mich bestimmt hinten anstellen und dauernd nachgeben
  • das kostet doch alles zu viel Zeit und Energie
anstrengend mamasein
Und vielleicht hast du dich schon öfter gefragt, worauf du achten solltest bzw. was du verändern oder bedenken solltest, um wieder mehr Freude und Leichtigkeit in deinen Mama-Alltag und in dein Familienleben zu bringen.
Wenn ja, dann möchte ich dir in diesem Blog-Artikel gerne 5 Gründe vorstellen, die es dir schwer (oder zumindest wesentlich schwerer als nötig) machen, den Alltag mit deinem Kind und die Erziehung leichter und mit Freude zu erleben.

 

1. Rede dir ein, dass alles ganz normal ist

Der erste Grund, warum es sich häufig schwer anfühlt und warum du die Zeit mit deinem Kind nicht richtig genießen kannst, ist häufig, dass du dir selbst einredest, dass alles völlig normal ist. Vielleicht lässt du es dir auch von Freunden einreden und ihr tröstet euch damit, dass alles ganz normal ist, nur eine Phase, dass es sich schwer und anstrengend anfühlen muss und es ohne Ärger, Machtkämpfe und ganz viel Wut einfach nicht geht.

Dabei bin ich mir absolut sicher, dass du das (mit)machst, weil es gut gemeint ist, dass es ein Trost sein soll – nur leider führt es meist dazu, dass sich eben so nichts verändern kann. Und vielleicht lässt es bei dir selbst manchmal den Gedanken aufkommen, dass du vielleicht einfach zu empfindlich, zu wenig belastbar bist und du beginnst an dir zu zweifeln.

Selbstverständlich gibt es Herausforderungen, die aufgrund bestimmter Entwicklungspahsen normal sind und auch ein gewisses Maß an Konflikten ist normal und gut. Doch auch hierbei ist es nicht unbedingt die beste Wahl es einfach auszusitzen, denn gerade hier kannst du aktiv werden und dein Kind dabei unterstützen diese Phasen und Konflikte erfolgreich zu meistern.

Auf den ersten Blick scheint es ja auch, als ob dieses „Alles nur eine Phase“ tatsächlich hilft und sogar Energie und Nerven spart. Tatsächlich ist dem aber nicht so, denn du versuchst damit eher den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und eine Veränderung (die ja evtl. anstrengend, neu und ungewiss ist) zu vermeiden. Und dazu gesellt sich dann auch oft der Gedanke, dass du ja schließlich nicht alleine in der Familie bist und ja sowieso alles keinen Sinn macht, wenn dein Partner nicht mitzieht, dein Kind sich nicht verändert, die Oma sich dauernd einmischt usw.

Und damit kommen wir auch schon zu Grund Nummer 2.

2. Du willst die anderen verändern

Dabei ist es egal, ob du dich auf deinen Partner oder dein Kind konzentrierst. Dieser Versuch führt immer zu ganz viel Frust – und zwar auf allen Seiten und noch dazu ist es unglaublich mühselig. Es ist ja schon schwer sich selbst zu verändern, bei einer anderen Person ist es nahezu unmöglich. Die Gründe dafür sind vielfältig und absolut nachvollziehbar, wenn du dich damit beschäftigst, denn:

  • du zeigst damit dem anderen, dass er nicht richtig oder gut genug ist
  • es verletzt den anderen und wird über kurz oder lang zu enormen Widerstand führen
  • es kostet viel Kraft, Energie und Zeit
  • es wird wenig erfolgreich sein
  • du klammerst dabei ein wichtiges Puzzleteil aus – nämlich dich selber

Doch gerade auch dieser letzte Punkt ist sehr wichtig, da dein Kind dich und deine ungelösten Probleme spiegelt, was sich genau in dem Verhalten zeigt, dass dich so herausfordert. Wenn du also wirklich dein Mama-Sein und deinen Umgang mit deinem Kind bzw. dein Familienleben positiv verändern willst, dann fange im ersten Schritt bei dir selber an.

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3. Du funktionierst nur noch

Vielleicht passiert dir das auch gelegentlich. Du hörst enorm auf das, was andere dir sagen. Du lässt dich davon lenken und machst dein Verhalten oder den Umgang mit deinem Kind davon abhängig, wie deine Schwiegermutter, deine Oma, deine Freundin usw. das findet.

Du lässt dir sagen…

  • was du zu tun hast
  • was dein Kind darf und was nicht
  • was sich gehört und was nicht
  • wie du dich als Mama verhalten sollst
  • oder wie dein Kind sich verhalten soll

…und dabei vergisst du nach und nach, was eigentlich genau dir persönlich bzw. dir und deinem Partner wichtig ist. Doch genau darum geht es, genau das ist das Wichtigste. Und leider verliert man genau dies ganz schnell aus den Augen, das Gespür für dich selber und für dein Kind; es macht unsicher und unzufrieden und äußert sich gelegentlich auch darin, dass dir alles sehr anstrengend erscheint.

Deshalb versuch unbedingt dich davon frei zu machen und deine persönliche Freude wiederzufinden. Gib den Dingen wieder mehr Raum, die dir Energie schenken und nimm dir bewusst die Zeit diesbezüglich in dich hineinzuhören.

4. Du konkurrierst mit anderen

Vielleicht kennst du das? Wenn nicht bei dir, dann bei Bekannten. Es äußert sich oft in Sätzen wie „Mein Kind geht schon auf´s Töpfchen seit es 9 Monate alt ist“, „Ich hab so ein Glück, dass mein Kind nur Wasser trinkt“, Mein Sohn muss sich in der Schule gar nicht anstrengen und hat trotzdem nur Einsen“ oder „Meine Tochter ist einfach ein Ass in Basketball, auch ohne ewiges Training“.

Was passiert hier? Du (oder deine Bekannte) als Elternteil versuchst mithilfe der Fähigkeiten, Talente und Erfolge deines Kindes (offensichtlich oder getarnt) deine eigene Unsicherheit zu überspielen und dich selbst durch das Ergebnis deines Kindes über jemand anderen zu stellen. Das sind einfach Wettbewerbsspielchen.

Das Problem dabei ist, dass diese furchtbar anstrengend sind und jeden Beteiligten unter Druck setzen – und zwar vor allem auch das jeweilige Kind, dessen Erfolge so detailliert angepriesen werden. Es denkt nämlich irgendwann, dass es ständig Tolles leisten muss, um anerkannt zu werden, um Aufmerksamkeit zu bekommen oder damit die Eltern mit ihm angeben können. Und auf lange Sicht ist das immer schwer für ein Kind; es denkt immer besser sein zu müssen als Freunde, was natürlich zu Leistungsdruck führt und im schlechtesten Fall auch die Freundschaft belastet.

Und wenn dir das jetzt bekannt vorkommt und du dich aus welchen Gründen auch immer in solche Spielchen hineinziehen hast lassen, dann steig jetzt bitte aus. Dir und einem Kind zuliebe.

Versuch wieder mehr Vertrauen zu entwickeln – in dich als Mama und auch in dein Kind. Bleib gelassen auch bei Fehlern oder Schwächen und macht es euch wieder leichter, indem ihr bewusst nicht mit dem Strom schwimmt.
Vergleiche und Konkurrenzkampf machen immer unglücklich und unzufrieden und sind absolut sinnlos, da jeder anders und absolut individuell ist – in seinen Fähigkeiten , in seiner Herkunft, in seinen Vorlieben, in seinen Schwächen, in seinem Tempo usw. Ihr seid nicht vergleichbar!

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang aller Unzufriedenheit.

S.A. Kierkegaard

5. Du hast Angst vor Veränderung

Diese Angst ist wohl der häufigste Grund, warum du dein Mama-Sein nicht genießen kannst. Die Angst vor Veränderung, die Angst vor negativer Rückmeldung, die Angst es vielleicht nicht hinzubekommen und die Angst davor dir Unterstützung zu holen.

Niemand verlässt gerne seine Komfortzone, also den persönlichen Bereich innerhalb dessen alles bekannt und vermeintlich sicher ist. Denn wer weiß schon, was da draußen „lauert“, welche Herausforderungen und evtl. Stolpersteine und v.a. welche Anstrengung. Und was ist denn, wenn die ganze Anstrengung umsonst ist, weil es ja vielleicht doch nicht klappt. Und so redest du dir vielleicht ein, dass das alles eben doch nicht ganz so schlimm ist und bleibst in deiner Komfortzone, die zwar anstrengend und negativ, aber dafür ja bekannt ist. Und dadurch verändert sich nichts.

Doch diese Angst ist vollkommen normal, die hat jeder; das ist eine Art Schutzprogramm. Und auch jede Mama, die den Sprung gewagt hat und über diese Grenze gegangen ist, hatte diese Angst, dieses mulmige Gefühl und evtl. auch Zweifel. Der Unterschied ist nur, dass sie es gewagt hat. Dass sie es gewagt hat eine andere Richtung einzuschlagen, sich unterstützen zu lassen, sich zu hinterfragen und sich anzustrengen und in Kauf zu nehmen, es im schlimmsten Fall nicht zu schaffen.

Frag dich vielleicht selbst einmal, wo dich diese Angst vor Veränderung oder vor dem Annehmen von Hilfe denn bisher hingebracht hat.
Und wenn die Antwort lautet „Nicht dahin, wo ich eigentlich hin will“, dann ist es vielleicht an der Zeit diese Angst hinter dir zu lassen, aktiv zu werden, dich für eine Veränderung zu entscheiden und es anzugehen. Dann wirst du auch endlich positive Ergebnisse feststellen, bei dir selbst, bei deinem Kind und in eurer Beziehung zueinander.

 

Glaub bitte nicht, dass es so viel anstrengender ist in die Veränderung zu kommen als da zu bleiben, wo du gerade stehst. Den Schein aufrecht zu erhalten, unsicher zu sein, keine Klarheit zu haben und überall herumzuziehen ohne Strategie oder Richtung und dadurch auch immer wieder festzustellen, das scheinbar nichts wirklich hilft, ist sicherlich mindestens genauso anstrengend. Und während das Erste zu einer Verbesserung, Weiterentwicklung und Freude führen kann, hält dich letzteres nur da fest, wo du gerade stehst.

Also geh für dich doch die 5 Gründe noch einmal in Ruhe durch und schau was auf dich zutrifft und fange dann an etwas zu verändern – für dich, für deine Familie und für dein Kind.

 

Herzliche  Grüße

PS:
Möchtest du das alles jetzt hinter dir lassen und endlich eine positive Veränderung herbeiführen, dich in deiner Rolle als Mama wieder wohlfühlen und die Zeit mit deinem Kind genießen ohne unnötige Machtkämpfe und einer negativen Grundstimmung?
Möchtest du es jetzt angehen? Dann sollten wir miteinander sprechen!

Denn zum Glück, weiß ich genau, welche Strategie dir dabei helfen kann, um deine innere Mitte wieder zu finden, gelassen zu bleiben im Umgang mit deinem Kind und ein harmonisches Familienleben für alle zu gestalten.

Buche dir hier dein kostenfreies Klarheit-Gespräch mit mir!

 

5 Gründe, warum du dein Mama-Sein nicht genießen kannst
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