Gelassenheit ist etwas, dass sich laut einer Umfrage in meiner Gruppe sehr viele Mamas wünschen. Sie möchten gerne in herausfordernden Situationen ruhiger bleiben können, nicht direkt negativ reagieren oder laut werden. Doch egal wie oft sie es sich vornehmen, in der Situation klappt es dann doch wieder nicht.

Deshalb möchte ich dir heute die 5 häufigsten Gründe vorstellen, warum es bei vielen Mamas nicht klappt mit der Gelassenheit. Und vielleicht findest du dich ja in einem der Gründe auch selber wieder.


1. Deine Erwartungen

Jeder von uns hat tagtäglich Erwartungen – an sich selber, an andere, an das Familienleben, an die Kinder; und der Großteil dieser Erwartungen taucht ganz unbewusst auf.

Dein Kind ist zum Beispiel besonders groß für sein Alter, hat ein noch kleineres Geschwisterchen oder ist sprachlich schon sehr gut und allein durch diese Beobachtung erwartest du als Mama unbewusst wesentlich mehr von deinem Kind:
– mehr Verständnis
– mehr Geduld
– mehr Rücksichtnahme
– mehr Frustrationstoleranz usw.
Du behandelst es plötzlich als ob es schon 2-3 Jahre älter wäre.
Doch nur weil dein Kind in einem der Bereiche weiter entwickelt ist, bedeutet das nicht, dass es auch emotional oder sozial schon so weit ist. Es kann deine Erwartungen also gar nicht erfüllen, weil es aufgrund seiner Entwicklung dies noch nicht leisten kann.

Deshalb ist es so wichtig, dass du dir das immer wieder vor Augen hältst, denn tust du das nicht, wird es schwierig in herausfordernden Situationen wirklich ruhig zu bleiben. Zum Beispiel wenn dein Kind wütend wird, weil es keine Schokolade bekommt, lautstark mit dem Geschwisterchen streitet oder dir nicht zuhört (bzw. zuhören kann), weil es im Spiel versunken ist.

Leider werden Kinder immer noch viel zu oft dafür bestraft sich wie ein Kind zu benehmen oder weil sie ihre Gefühle noch nicht regulieren können (da sie es noch nicht gelernt haben, da es noch nicht ihre Entwicklungsaufgabe ist). Dabei gründet diese Einschätzung hauptsächlich auf den viel zu hohen Erwartungen der Eltern oder Bezugspersonen.

Niemand ist perfekt, auch wir Erwachsenen nicht und das ist in Ordnung.
Es wäre sehr viel mehr Gelassenheit im Umgang mit deinem Kind möglich, wenn du als Elternteil aufhörst von deinem Kind zu verlangen sich wie ein Ideal zu benehmen, das du vermutlich selbst die meiste Zeit nicht erreichst.
Oder was meinst du?

Mein Tipp für dich deshalb, reagiere nicht sofort, beobachte erstmal nur und sieh dein Kind als das was es ist – eine sich entwickelnde Persönlichkeit,
– die gerade selbst nicht weiß woher die ganzen Gefühle kommen, die es überfluten oder
– das sich absolut freudvoll auf sein Spiel konzentriert und deshalb alles andere ausblendet.


2. Du bist mehr im Außen als im Innen

Vielleicht ist dein persönlicher Grund, der dich vom Gelassen-Sein abhält auch eher der, dass du dich viel zu sehr auf das konzentrierst was im Außen abläuft und weniger auf das, was im Inneren abläuft.

Du schenkst also zum Beispiel dem unerwünschten Verhalten deines Kindes wesentlich mehr Aufmerksamkeit als dem was dahinter vorgeht, was im Inneren deines Kindes abläuft (Bedürfnisse, Ängste usw.).

Ein kurzes Beispiel:
Wenn dein Kind den ganzen Tag sprichwörtlich an deinem Bein hängt und du dich mittlerweile schon genervt dadurch fühlst, dann hast du 2 Möglichkeiten.
Du kannst richtig wütend werden, in dieses Verhalten hineininterpretieren, dass dein Kind dir einfach keine Zeit für dich zu gestehen will und dadurch immer verärgerter werden.
Oder du schaust genauer hin, stellst vielleicht fest, dass es etwas kränklich ist und daher nach deiner Nähe und Sicherheit sucht und dadurch wird es dir viel leichter fallen gelassen zu bleiben.
Allein in dem du deinen Blickwinkel vom Außen nach Innen gelenkt hast wird es leichter und fühlst mehr Gelassenheit.

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3. Du unterdrückst dich selbst

Vielleicht empfindest du aber auch einfach sehr viel inneren Druck und wenn dem so ist, dann ist es natürlich auch schwer ruhig zu bleiben und Gelassenheit auszustrahlen.
Angenommen du achtest sehr wenig auf dich selbst, gönnst dir kaum Auszeiten (Ideen für Auszeiten – Klick) und deshalb sind deine Energiespeicher leer; du bist also die meiste Zeit ausgelaugt, unausgeschlafen und müde. In einem solchen Zustand ist es 1000 Mal anstrengender gelassen zu bleiben.

In der Regel merkst du sehr deutlich, wenn du darauf zusteuerst; du fühlst dich dann schneller müde, deine Freude nimmt ab und alles erscheint irgendwie anstrengend. Doch die meisten Frauen – vielleicht auch du – ignorieren das einfach und machen weiter, sie funktionieren. Das Problem dabei ist, dass dann auch immer mehr Situationen mit deinem Kind negativ ablaufen, was dich noch mehr Energie kostet.

Dabei kannst du dem leicht entgehen, indem du die Signale deines Körpers ernst nimmst, deine Energiereserven regelmäßig auffüllst. Da braucht wesentlich weniger Zeit als all die Kämpfe und Konflikte, die entstehen, wenn du es nicht tust.

Mehr Gründe, warum es so wichtig ist auch auf dich zu achten und dir Zeit für dich zu nehmen, findest du hier – Klick


4. Du bist unvorbereitet

Durch gute Vorbereitung, kannst du viele Situationen entspannen. Vor allem in 3 Bereichen vergessen viele Eltern sich vorzubereiten.

Zeit
Wenn du zu wenig Zeit einplanst, dann entsteht sehr schnell ein unbewusstes Stressgefühl und du kommst unter Zeitdruck. Das fühlt sich unangenehm an und daher reagierst du vielleicht auch wesentlich schneller unfreundlich und ungeduldig auf dein Kind.
Wenn du zu wenig Zeitpuffer einplanst, dann werfen dich unvorhergesehene Ereignisse (z.B. etwas vergessen, Stau, Kind lässt sich nur schwer vom Spiel loseisen usw.) ganz schnell aus der Bahn und dein Kind bekommt deinen ganzen Unmut ab.

Deshalb plane immer wenn es geht Zeitpuffer zwischen Terminen ein. Denn Kinder, vor allem kleine Kinder, haben kein Zeitgefühl so wie wir Erwachsenen und sie haben meist auch keine Erfahrung mit den Ereignissen, die bei dir Druck auslösen (Angst vor zu spät kommen, Bus verpassen usw.) und messen ihnen deshalb auch keine so große Bedeutung zu.

Benötigte Sachen
Auch dieser Punkt wird oft im Alltag unterschätzt und könnte dir sowohl Zeit als auch Nerven einsparen.
Du weißt ja was gebraucht wird, was wann fertig sein sollte, was eingepackt werden muss und noch viel mehr. Wenn du all das bereits vorbereitest, bevor du deinem Kind mitteilst, dass ihr los müsst, dann
– kannst du wirklich bei deinem Kind sein (körperlich und mit deiner Aufmerksamkeit)
– läuft alles viel ruhiger ab
– kannst du dein Kind begleiten und anleiten
– spürt dein Kind dass das jetzt wichtig ist.

Bist du selbst total im Stress, suchst verzweifelt nach Handy, Schlüssel oder Tasche, läufst unruhig von Raum zu Raum, dann
– verbreitest du Hektik,
– überträgt sich deine Unruhe auf dein Kind
– bist du gedanklich nicht bei deinem Kind.

Mental
Häufig vergisst man als Mama auch sein Kind auf eine Veränderung vorzubereiten. Klar weißt du als Mama was du vorhast, wann du los willst, wer als nächstes vorbeikommt. Dein Kind aber meist nicht.

Bereite es deshalb unbedingt darauf vor, informiere es darüber, dass ihr zum Beispiel los müsst; aber mit Zeitabstand. Machst du das nicht, dann reißt du es förmlich aus seinem Spiel heraus und das fühlt sich für dein Kind sehr unangenehm an und erzeugt automatisch Widerstand bei ihm. Dadurch dauert alles noch viel länger und es entsteht vielleicht sogar noch ein Konflikt oder noch schlimmer ein Machtkampf.

Übergehe dein Kind also nicht, sondern weise es rechtzeitig auf eine Veränderung hin und sei auch bereit ihm zuzuhören.


5. Dein Fokus

Dieser Grund hängt mit dem ersten Punkt „Erwartungen“ zusammen.

Frag dich doch mal auf was du dich hauptsächlich konzentrierst. Auf das was gut klappt, was dich gut fühlen lässt und was du willst? Oder eher auf das was noch nicht klappt, was du nicht willst und was dich ärgert?

Dein Fokus hat einen enormen Einfluss darauf wie du deinen Tag erlebst, ob er dir Freude macht oder eher anstrengend ist.
Der Tag an sich bleibt immer derselbe, auch dein Kind ist dasselbe, der einzige Unterschied liegt darin worauf du dich konzentrierst.

Du kennst das, es gibt Tage an denen scheinbar der Wurm drin ist und es schon morgens schlecht losgeht und das zieht sich dann durch den ganzen Tag; weil du dich bei so einem Start in den Tag unbewusst auf alles konzentrierst, was zu diesem schlechten Start passt.

Dagegen kennst du sicher auch die Tage an denen alles klappt, ein Glücksmoment nach dem anderen folgt, alles scheint wie von selbst zu passen. Auch hier geschieht das dadurch, das du dich bei einem guten, entspannten Start in den Tag unbewusst auf alles konzentrierst, was dazu passt und dem viel mehr Aufmerksamkeit schenkst.

Also werde dir dessen bewusster und wähle aktiv worauf du dich konzentrieren willst. Es könnte deinen Tag verändern.

Na, in welchem der 5 Gründe findest du dich wieder?

Liebe Grüße


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Ich freu mich auf dich! 

5 Gründe, warum es bei vielen nicht klappt mit der Gelassenheit
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