Kinder zu haben ist eine Herausforderung und manchmal überwältigend. Überwältigend schön, überwältigend anstrengend und auch überwältigend herausfordernd. Jede Mutter bzw. alle Eltern möchten erfolgreiche und selbstständige Kinder großziehen; wobei mit erfolgreich nicht unbedingt finanzielle Erfolge gemeint sind (dazu findest du hier mehr). Ständig gibt es neue Empfehlungen, wie du dein Kind am Besten fördern oder erziehen solltest. Und im Dschungel der tausend Erziehungsratgeber und Förderliteratur verliert man schnell den Überblick.

Es gibt aber ein paar grundlegende Dinge, die du einfach in den Alltag integrieren kannst und wodurch sich dein Kind zu einem neugierigen, aufgeschlossenen, glücklichen und selbstständigen Menschen entwickeln kann.

Diese möchte ich Dir heute als Anregung vorstellen. Sie fördern und fordern die natürlichen Anlagen deines Kindes und regen es an die Welt zu entdecken. So lernen und erleben sie auf spielerische Art und Weise und ein sehr intensiver (und freiwilliger) Lernprozess kann stattfinden.

1. Positive Lebensgewohnheiten

Eine grundlegende Fähigkeit, die Kinder erlernen sollten, ist für sich selbst zu sorgen. Das betrifft sowohl die Gesundheit, als auch soziale Kontakte, Ernährung, Bewegung und sich selbst wichtig zu nehmen.

„Kinder brauchen Vorbilder nötiger als Kritiker.“

Joseph Joubert

Indem du Sportangebote (Sport im Verein, gemeinsame Wanderausflüge oder Spaziergänge) und eine ausgewogene Ernährung ganz selbstverständlich in den Alltag integrierst, lebst du deinem Kind dies vor und es wird diese Verhaltensweisen automatisch übernehmen. Fördere die sozialen Kontakte deines Kindes und lebe deinem Kind vor, dass es wichtig und richtig ist sich Zeit für sich selbst zu nehmen und auf die Signale seines Körpers zu hören.

Genauso wichtig in diesem Zusammenhang ist es, deinem Kind ein höfliches und respektvolles Verhalten jedem Menschen gegenüber vorzuleben. Dazu gehören die normalen Umgangsformen wie „Bitte“ und „Danke“, aber ebenso das Siezen erwachsener Menschen, einen Sitzplatz für ältere Menschen frei zu machen usw. Hierbei gilt, dass der Effekt weitaus höher ist, wenn dies von dir vorgelebt wird (statt bloße Aufforderungen auszusprechen).

„Die meisten Menschen sind bereit zu lernen, aber nur die wenigsten, sich belehren zu lassen.“

Winston Churchill

2. Neue Welten

Wenn es dir finanziell möglich ist, dann verreise mit deinem Kind. Entdeckt gemeinsam neue Länder, Kulturen und Sprachen. Dein Kind erfährt dadurch Gemeinsamkeiten und Unterschiede, lernt andere Kulturen zu respektieren und entdeckt, hinterfragt und stärkt dadurch auch seine eigene Identität, seine Werte und seinen Glauben.

„Mit dir will ich die Welt bereisen, unvergessliche Abenteuer erleben und Momente sammeln, die für immer bleiben.“

Wenn man nicht unbedingt in Hotels unterkommen möchte, findet man viele preiswerte und charmante Unterkünfte auf Plattformen im Internet und auch die Flüge kosten (wenn man zeitlich flexibel ist) nicht sehr viel.

3. Kreativität

Wie du die Kreativität deines Kindes fördern kannst, hab ich hier schon ausführlich beschrieben. Kreativität hilft deinem Kind erfolgreich zu werden, weil es sich geistig, sozial und emotional dadurch weiterentwickelt.

„Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat.“

Albert Einstein

Je früher du damit anfängst die kreative Ader deines Kindes zu fördern und zu fordern, desto früher wird es anfangen alternative Lösungswege zu finden, was ihm sein gesamtes Leben von Vorteil sein wird. Es ist egal ob ihr gemeinsam kreative Projekte macht oder euch mit zeitgenössicher Kunst auseinandersetzt. Ihr könnt kreative Lösungswege für gestellte Probleme suchen oder gemeinsam Brainstorming zu bestimmten Themen betreiben; dein Kind wird auf jeden Fall davon profitieren.

4. Neugierde und Entdeckungen

Die Kindheit hat sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr nach innen verlagert. Aus unterschiedlichsten Gründen, manchmal auch einfach aus Angst um die Sicherheit, dürfen Kinder nicht in den Wäldern oder draussen im Hof spielen, nicht auf Bäume klettern oder die Tierwelt am Bach erkunden.

„Wir könnten so viel von den Kindern lernen, wenn wir nur nicht so erwachsen wären.“

Irmagart Erath

Damit dein Kind erfolgreich wird und Selbstvertrauen aufbauen kann, solltest du trotzdem darauf achten, dass es seinen natürlichen Entdeckungsdrang ausleben kann und Abenteuer erleben darf (und zwar so lange wie möglich). Dadurch lernt dein Kind Herausforderungen zu meistern, die ihm anfangs unmöglich erschienen. Dies wird es stärken und ihm dabei helfen an seine Träume zu glauben und sie zu verwirklichen.

5. Forscherdrang und alternative Lösungswege

Gerade in unserer sehr verkopften und leistungsorientierten Gesellschaft neigen wir dazu die nicht schulischen Interessen der Kinder als nicht so wichtig abzutun und Sport und Freunde hinten anzustellen. Damit tust du deinem Kind aber keinen Gefallen, im Gegenteil.

„Das Interesse des Kindes hängt allein von der Möglichkeit ab, eigene Entdeckungen zu machen.“

Maria Montessori

Das staatliche Schulsystem nutzt leider immer noch viel zu selten alternative Lehr- und Lernmethoden; dabei würden Kinder viel schneller und effektiver lernen, wenn sie selbst tätig werden und den Stoff „erleben“dürften.

Doch auch wenn das Schulsystem dies (noch) nicht umsetzt, kannst du sehr wohl zuhause entsprechend verfahren, damit dein Kind erfolgreich und selbstständig wird. Erfahre und begreife die aktuellen Lernthemen mit deinem Kind, mach Experimente und suche  tolle Erfahrungsspiele (auf meiner pinterest-Seite habe ich einige für dich gesammelt). Dadurch kannst du das Lernthema mit deinem Kind auf spielerische Weise (*z.B. nach der Birkenbiehl-Methode) vertiefen.

Du hilfst deinem Kind damit sein Wissen auf vielerlei Ebenen zu erwerben, seine persönliche Lernmethode zu finden, seine Selbstwirksamkeit zu erleben und sein Selbstvertrauen zu stärken.

erfolgreiche kinder

Ich bin mir sicher, du nutzt bestimmt schon einige dieser Tipps ganz intuitiv im Umgang mit deinem Kind und hoffe sehr, dass dir meine Anregungen gefallen haben.

„It is easier to build strong children than to repair broken men.“

Frederick Douglass

 

Liebe Grüße

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Über den Autor

 

Stefanie Wenzlick ist Diplom-Pädagogin (Univ.), Lernkinesiologin und selbst Mama von 3 Kindern. Auf ihrem Blog gibt sie praktische Tipps und Anregungen rund um ein entspanntes Familienleben, Erziehungstipps und ausgewählte Empfehlungen.

Nachdem sie über 10 Jahre lang Familien und Mütter vor Ort beraten und begleitet hat, ist sie nun auch online als Mamacoach und Erziehungsberaterin tätig. Sie unterstützt Frauen dabei entspannt und mit Leichtigkeit ihren vielen Rollen (Mutter, Partnerin, Freundin, Arbeitnehmerin etc.) gerecht zu werden, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren und trotzdem eine gute Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen. Mehr über sie erfährst du hier - Klick.

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So wird dein Kind erfolgreich und selbstständig – 5 Tricks
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11 Gedanken zu „So wird dein Kind erfolgreich und selbstständig – 5 Tricks

  • Februar 15, 2017 um 7:39 pm
    Permalink

    Hi Steffi,
    tolle Tips. Früher war es wirklich ganz normal als Kind viel draußen zu spielen. Auf dem Land hatte man noch mehr Freiheiten und konnte die Gegend alleine entdecken. Aber heutzutage geht das immer mehr verloren, teils aus berechtigten Gründen. Schade ist es trotzdem.
    LG Melli

    • Februar 15, 2017 um 9:05 pm
      Permalink

      Hallo Melli,
      ja das ist wirklich Schade und da die Gründe eben teilweise durchaus berechtigt sind, sollten wir Eltern mehr darauf achten diesen Freiraum anderweitig zu ermöglichen…vielleicht am Wochenende in Form von Erlebnissen im Wald usw.
      Liebe Grüße
      Steffi

  • Februar 15, 2017 um 8:31 pm
    Permalink

    Also eigentlich hat mich der Titel eher abgestoßen, als zum Lesen animiert. Er klingt mir zu sehr nach Clickbait und nach „Optimierung des Kindes“. Der Beitrag selbst ist nicht so, ganz im Gegenteil, wirklich lesenswert.
    Lg Barbara

    • Februar 15, 2017 um 9:03 pm
      Permalink

      Hallo Barbara,
      du hast sicher recht damit, dass der Titel etwas „reisserisch“ erscheint. Allerdings ist es eben doch so, dass die Leserzahlen bei solchen Titeln deutlich höher ist und da ich mir Mühe mit meinen Inhalten gebe, freue ich mich natürlich über mehr Leser. Eine Optimierung des Kindes im Sinne von „angepasst machen“, „fehlerfokussiert sein“ oder „Leistungsdruck“ ist definitiv nicht das, was ich auf meiner Seite vermittele und regelmäßige Leser wissen das auch.
      Danke für dein Feedback😊.
      Liebe Grüße
      Steffi

  • Februar 16, 2017 um 7:11 pm
    Permalink

    Ein wirklich toller Artikel!
    Danke dafür, habe ich gern gelesen!
    Liebe Grüße
    Susanne

    • Februar 16, 2017 um 7:18 pm
      Permalink

      Dankeschön Susanne, das freut mich!

  • Februar 18, 2017 um 5:27 pm
    Permalink

    besonders der Verweis auf Lernmethoden anderer art wie die von Frau Birkenbiehl haben mir besonders gut gefallen. Danke für deine Recherchen und Erfahrungen dazu 🙂

    • Februar 18, 2017 um 9:13 pm
      Permalink

      Danke Tanja, freut mich, dass dir der Artikel gefällt.

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