Jeder Elternteil hat schon von der Wichtigkeit „logischer Konsequenzen“ gehört und setzt sie vielleicht auch brav im Alltag um.

Darauf hingewiesen wird man oft von Menschen ohne Kindern, wenn die eigenen mal etwas lauter sind oder sich nicht angepasst verhalten.

Und ja eigentlich funktioniert diese Sache mit den Konsequenzen auch ganz gut…aber nur eigentlich…

Konsequenzen und Strafen

Im besten Fall sind die angewandten Konsequenzen tatsächlich logisch und dein Kind versteht den Zusammenhang; trotzdem ändert es nichts an der Tatsache, dass eine Konsequenz eine Form der Bestrafung ist.

Die Eltern üben ihre Macht aus, weil das Kind sich vermeintlich schlecht benommen hat.

Verpackt wird das Ganze in die typischen „Wenn du nicht…, dann…“-Sätze.

Und ja ich gebe zu ich ertappe mich auch hin und wieder dabei; meist wenn ich in Eile bin oder einen schlechten Tag habe und mich mit der auftretenden Situation überfordert fühle.

Irgendwie hat man diese Sätze schon so verinnerlicht, dass sie oft automatisch gesagt werden, ohne groß darüber nachzudenken. Dabei spürt man doch irgendwo, dass es nicht passt, man sich damit nicht wirklich wohlfühlt.

Das Problem dabei ist, dass dein Kind mit jeder Konsequenz bzw. Strafe, die es von Dir erhält, ein bisschen an eigener Integrität verliert und die Beziehung zwischen euch sich etwas verschlechtert.

Strafen

Dabei muss das nicht sein.

Die einzige Konsequenz die dein Kind braucht, ist dein konsequentes Verhalten im Hinblick auf deine Werte, was dir wichtig ist, wo deine persönlichen Grenzen sind.

Und wenn du diese authentisch lebst und kommunizierts, dann wird dein Kind diese automatisch respektieren; dazu gehört dann auch, dass es tatsächlich die Finger von der teuren Vase lässt, die dir so am Herzen liegt.

Viel wichtiger als Strafen, Konsequenzen, Verbote und Geschimpfe sind Eltern die mit ihren Kindern, ihrem Partner und anderen Menschen respektvoll umgehen und die Wertvorstellungen, die ihnen selbst am Wichtigsten sind auch vorleben (z.B. Höflichkeit, Hilfsbereitschaft etc.).

Dazu muss man vielleicht seinen Blickwinkel ändern, aber es lohnt sich.

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Begegnung auf Augenhöhe

Ist das Problem wirklich die Sache die dein Kind falsch gemacht hat oder nicht eher deine Erwartungshaltung ihm gegenüber?

Also ist es tatsächlich so furchtbar schlimm, wenn das Zimmer nicht aufgeräumt ist oder schon wieder die Hose fleckig ist?

Oder liegt es nicht vielmehr daran, dass du (aus welchen Gründen auch immer) denkst, dass ein Kinderzimmer immer aufgeräumt sein sollte, dass die Anziehsachen sauber bleiben müssen usw.?

Was sollen denn schließlich die anderen denken?

Oft hat man irgendwann auch einfach völlig unnötige Regeln aufgestellt, die man nun nicht mehr auflösen will; man soll ja schließlich konsequent sein.

Aber das stimmt so nicht…natürlich darf man seine Meinung ändern!

Deshalb ändere Regeln, die nicht mehr zu euch passen; das ist notwendig und völlig legitim.

Und beschränke eure Regeln auf ein Minimum, nur das was wirklich, wirklich, wirklich wichtig ist; alles andere darf verhandelbar bleiben.

Leben unterliegt schließlich Veränderungen, da ist es doch nur natürlich, dass sich auch Regeln, Werte und Vorlieben ändern, sowohl bei dir als auch bei deinem Kind.

Bedenke auch, dass mit jeder Konsequenz und mit jeder Strafe dein Kind das Gefühl bekommt falsch zu sein; es fühlt sich machtlos und ungeliebt.

Natürlich funktionieren Strafen, aber meist nur auf Kosten deines Kindes; dein Kind will mit dir kooperieren und zur Not auch indem es sich selbst ein Stück aufgibt.

Dabei haben Kinder in der Regel gar nicht die Absicht dich zu provozieren oder etwas zu tun, was dich ärgert. Wir Eltern erkennen nur meist die Motivation hinter ihren Handlungen nicht.

Und so entstehen völlig unnötig Konfliktsituationen.

Andere Blickwinkel einnehmen

Es wäre schön, wenn sich immer mehr Mütter wieder etwas entspannen könnten, sich zurücklehnen und die Welt und die Situationen etwas öfter aus den Augen der Kinder betrachten würden.

So könnten viele Konflikte vermieden werden.

Fang doch auch du damit an; mache dir in Zukunft bewusst, dass (auch wenn du dich gerade über ein Verhalten deines Kindes ärgerst) es dies mit ziemlicher Sicherheit nicht aus böser Absicht getan hat, sondern aus einer bestimmten Motivation heraus.

Vielleicht erlebst du dadurch manche schöne Überraschung und verbesserst nebenbei die Beziehung zu deinem Kind.

Klar kostet es etwas Zeit, aber insgesamt gesehen, profitiert deine ganze Familie davon; du wirst sehen.

konsequenzen und strafen

Zum Schluß möchte ich dir noch meinen Lieblingstipp mit auf den Weg geben, der eigentlich in jeder Beziehungssituation geeignet ist.

Wenn du aufgebracht oder wütend bist und etwas sagen willst (in diesem Fall zu deinem Kind), dann überlege dir, ob du dies auch auf dieselbe Weise zu deiner besten Freundin sagen würdest.

Wenn nicht, dann sag es auch nicht zu deinem Kind!

Bei mir funktioniert diese Überlegung ganz gut.

 

Viele Grüße

 

 

 

Über den Autor

Stefanie Wenzlick ist Diplom-Pädagogin (Univ.), Medienpädagogin und selbst Mama von 3 Kindern. Auf ihrem Blog gibt sie praktische Tipps und Anregungen rund um ein entspanntes Familienleben, Erziehungstipps, Kreatives, Shoppingtipps und Episoden aus dem Alltag mit 3 Kindern.

Nachdem sie über 10 Jahre lang Familien und Mütter vor Ort beraten und begleitet hat, ist sie nun auch online als Mamacoach und Erziehungsberaterin tätig. Sie unterstützt Frauen dabei entspannt und mit Leichtigkeit ihren vielen Rollen (Mutter, Partnerin, Freundin, Arbeitnehmerin etc.) gerecht zu werden, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren und trotzdem eine gute Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen.

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Kein Kind braucht Konsequenzen oder Strafen
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28 Gedanken zu „Kein Kind braucht Konsequenzen oder Strafen

  • Juni 27, 2016 um 9:25 am
    Permalink

    Danke, ich sehe es auch so, nicht strafen führen zum Ziel, sondern ein bindungsorientierter Umgang, so rate ich es auch „meinen“ Eltern im coaching. Wenn ein Kind absichtlich Sachen tut die mich ärgern, weiss ich, es ist Zeit, an der Basis, also an der Beziehung zu arbeiten und nicht, am verhalten des Kindes rumzudoktern. Und das geht ganz leicht uns macht Spass! 🙂

    • Juni 27, 2016 um 1:04 pm
      Permalink

      Hallo Wibke, Danke für deinen Gedanken :).
      Es freut mich immer zu hören, wenn jemand den Fokus auf die Beziehung und nicht nur auf ein Verhalten legt…v.a. da du diese Einstellung auch an andere weitergibst!
      Dir weiterhin viel Spaß und viele Grüße
      Steffi

    • Oktober 4, 2017 um 7:35 am
      Permalink

      Eine Erziehung ohne Konsequenz, halte ich für fatal.
      Aus dem Kind wird ein Erwachsener, der dann nie gelernt hat für sein Handel Konsequenzen zu tragen.
      Man kann nun mal nicht zu jedem eine persönliche Beziehung aufbauen.
      Wie soll das in der Berufswelt etc praktisch funktionieren?
      Es ist nicht immer einfach. Im Grunde möchte man doch nur, dass es dem eigenen Kind gut geht.
      Man muss ihm zuhören ….manchmal muss man aber eben der konsequente Part sein.
       Man muss als Elternteil eben zweifach denken.
      Was ist MIR für mein Kind wichtig und was ist dem Kind wichtig. Manchmal kann man nicht beidem gerecht werden.
      Aber deswegen lieben sie dich ja nicht weniger.
       Was mein Kind am meisten braucht und was ich ihm geben  kann, das ist Liebe, Verständnis,Regeln , Konsequenz und einen Rhythmus und Rahmen, der ihm Sicherheit gibt, dass er geliebt wird  und das er in seinem Tempo lernen kann.
      Manchmal ist es nicht einfach.
       Aber wer sein Kind liebt, der wird jeden Frust und jedes „Ich mag dich nicht“ überstehen.
      Im guten Gewissen  doch das Beste zu tun, was man kann. Wichtig ist doch, dass man sich selbst reflektieren kann, hinterfragt und stetig über denkt…aber im Grunde doch einfach zu LIEBEN und da zu sein. „Ein Anker“ zu sein….. Man darf zweifeln, man darf hinterfragen…sollte es auch. Man kann nicht alles richtig machen. Niemand ist perfekt und es gibt kein Rezept! Wir wachsen gemeinsam. Meine Kinder sind Besonders…und ich bin bemüht ihnen ein Fels in der Brandung zu sein und sie dennoch los zu lassen…schwimmen lernen.

      • Oktober 4, 2017 um 8:14 am
        Permalink

        Hallo Monika,
        vielen Dank für deinen Kommentar. Willkürliche vorgesetzte Konsequenzen sind eine vom Erwachsenen vorgesetzte Strafe, natürliche logische Konsequenzen nicht. Erstere funktionieren meist gar nicht oder nur aus Angst vor der Strafe, letztere in Kombination mit den eigenen persönlichen Grenzen funktionieren ganz natürlich ohne die Beziehung zwischen Eltern und Kind zu belasten. Die Unterscheidung oft nicht ganz einfach, deshalb bin ich hier nochmal ein bisschen näher darauf eingegangen (https://einfach-entspannt-erziehen.de/logische-folgen-strafe-konsequenzen ).
        Letztendlich muss sowieso jeder Elternteil selbst entscheiden, welchen Weg er gehen will.
        VG, Steffi

        • Oktober 9, 2017 um 2:53 pm
          Permalink

          In dem von Ihnen verlinkten Artikel steht folgendes….
          „Logische, natürliche Folgen sind (wie der Name schon sagt) immer logisch mit einem Verhalten verbunden und zwar auf natürliche Weise ohne Bestrafung.

          Ein Beispiel:

          Wenn eine Jugendliche ihre Kleidung nicht zum Waschen bringt oder in den Schrank hängt, hat sie irgendwann keine sauberen oder knitterfreien Anziehsachen mehr und sie muss sichtbar unordentlich zur Schule oder zu Freunden gehen. Diese logische Konsequenz wird bei den meisten Jugendlichen vermutlich dazu führen, dass sie in Zukunft sorgsamer damit umgehen. Ein Schimpfen und Drohen der Eltern hätte wohl nur kurzzeitigen Effekt und die Konfliktsituation würde sich immer wieder wiederholen.“

          Was ist aber wenn das Kind sich gar nicht daran stört, dass es mit zerknitterten oder dreckigen Sachen herumläuft?
          Was wenn es auch die Mitschüler nicht stört ?
          Wie sieht es den aus wenn das Kind sich nie die Zähne putzen will ? Wie wäre jetzt hier die logische Folge?
          Karies, Baktus und mundgeruch ?
          Wie erklären Sie diesen Erziehungstiel dem Zahnarzt?
          Eltern sind für ihre Kinder verantwortlich !
          Das was sie da als Erziehung ohne Konsequenz ausgeben ,ist nichts anderes als Faulheit.
          Sie möchten sich mit ihrem Kind nicht auseinander setzen .
          Für mich ist das Verantwortungslos .

          • Oktober 14, 2017 um 2:48 pm
            Permalink

            Ich freue mich, dass Sie vermutlich selbst ein einschlägiges Studium oder Berufserfahrung auf diesem Gebiet haben, sowie für sich den perfekten Weg gefunden haben und Ihre Mission darin sehen, von Ihrer Meinung abweichende Ansichten zu verurteilen.
            Da dieser Blog hilfreich für Eltern sein soll, die offen für andere Wege sind als die altbekannten (wie Strafe alias Konsequenz, Gehorsam und Machtdemonstration), ist er für Sie augenscheinlich wenig geeignet.
            Das ist in Ordnung und ich bin mir sicher sie finden einen Blog, der zu Ihrer Einstellung passt.
            Alles Gute für Sie und die Beziehung zu Ihren Kindern und weiterhin viel Freude auf anderen Blogs.
            Steffi

  • Juli 8, 2016 um 7:51 am
    Permalink

    Wie wunderbar 👍 Genauso sehe und fühle ich das auch! Es spricht mir aus der Seele. Da hab ich Dank Bauchgefühl ja doch alles richtig gemacht. Und man kommt sich immer falsch vor, weil alle ständig von Konsequent-sein sprechen

    • Januar 17, 2017 um 1:44 pm
      Permalink

      Hallo Ursel,
      irgendwie wurde meine Antwort auf deinen Kommentar nicht veröffentlicht…deshalb jetzt erst so spät…
      Es freut mich sehr, wenn du dich im Artikel wiedererkennst und bisher schon auf dein Bauchgefühl gehört hast.

      Liebe Grüße
      Steffi

  • April 1, 2017 um 9:16 pm
    Permalink

    Also ob das Zimmer aufgeräumt ist oder nicht ist mir ja ehrlich gesagt, ziemlich egal. Aber wie ich mit dem heile Welt blabla mein Kind dazu bringen soll, den Mund aufzumachen beim Zähne putzen oder seine Schuhe in angemessener Zeit anzuziehen (und ja, er hat mehr als genug Zeit dazu), hat sich mir noch nicht erschlossen. Und beides halte ich für unumstößlich und nicht als unsinnige Regel.

    Alsowenn ich für das praktische Problem mal einen praktischen Lösungsvorschlag bekäme, wäre ich dankbar.

    Gruß, Milena

    • April 2, 2017 um 6:27 am
      Permalink

      Hallo Milena,
      aus deinen Zeilen scheint es mir als ob du leicht genervt oder gestresst bist und nach einer Lösung suchst. Im Text sind bereits viele praktische Tipps enthalten (persönliche Grenzen zeigen, bewusst machen, was dir wichtig ist etc.); um den Erfolg daraus zu ziehen, müssten sie aber einige Zeit umgesetzt werden. Sich seinem Kind gegenüber respektvoll zu verhalten und sich der eigenen Werte und den Bedürfnissen bewusst zu werden, hat für mich nichts mit „heile Welt Blabla“ zu tun, sondern ist Grundvoraussetzung für ein glückliches, gelassenes und erfolgreiches Leben😊. Eine allgemeine Handlungsanleitung gibt es in der Erziehung und im Familienleben leider (oder Gott sei Dank) nicht. Tipps und Anregungen für dein persönliches Familienleben können wir aber sehr gerne in einem Coaching erarbeiten.
      Alles Gute für dich und deine Familie,
      Steffi

  • April 5, 2017 um 10:26 am
    Permalink

    Meiner Meinung nach gehören „Wenn-dann-Sätze“ nicht generell aus unserer Sprache verbannt. Z.B. Der Satz: „Wenn du dich nicht beeilst, dann verpasst du den Morgenkreis im Kindergarten“, ist bei uns sicher öfters zu hören. Das ist eine Feststellung, setzt meine Tochter vielleicht auch unter Druck, jedoch liegt es an ihr, ob sie pünktlich im Kindergarten sein möchte. Das ist für mich eine logische Konsequenz, aber keine Bestrafung. Da hat meine Tochter aber noch den Vorteil, dass es wirklich nur darum geht, ob sie pünktlich im Kindergarten ist und nicht auch noch meine Pünktlichkeit im Job daran geknüpft ist. Sonst könnte ich ihr das vermutlich weniger entspannt vermitteln.
    Das ist leider wieder einmal ein Artikel, der den Eltern ein schlechtes Gewissen einreden soll. Eltern sollen auch auf ihr Gefühl hören können und nicht jeder Satz, der harsch über die Lippen kommt, führt zu einer schlechten Beziehung zwischen Eltern und Kind. Im Grunde geht es um Autentizität und Einfühlungsvermögen. Manchmal mehr das eine, manchmal mehr das andere.
    Wie soll man denn entspannt erziehen, wenn man jeden Satz in Frage stellt und dauernd das Gefühl hat, dass man sein Kind schlecht behandelt?

    • April 5, 2017 um 11:00 am
      Permalink

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich finde es sehr interessant wie unterschiedlich manche Artikel manchmal beim Leser ankommen.
      Wer mich und meine Arbeit kennt weiß, dass ich die Letzte bin die Eltern ein schlechtes Gewissen einredet. Irgendetwas in diesem Artikel scheint genau deine Situation und dein Gefühl anzusprechen, so dass du das Gefühl hast dich rechtfertigen zu müssen.
      Das Schöne ist doch, dass du in deiner Familie auf dein Bauchgefühl hören kannst und wenn du das für dich und deine Familie stimmig empfindest, dann ist das doch vollkommen ok.
      Gruß, Steffi

      • Dezember 10, 2017 um 8:37 am
        Permalink

        Ich finde es so genial , gestern bei Gesprächen ist mir das auch so aufgefallen . Meine Erfahrung ist ich behandle meine Kinder so wie ich behandelt werden möchte . Bekannte sagte gestern ein Kind muss spüren wenn er etwas falsch macht . Sehe ich überhaupt nicht so , wenn ich Fehler mache oder mein Verhalten jemand stört möchte ich Respekt , mitfgefühl und kein Druck .
        Was bringe ich meinem Kind bei ?
        Wie fühlt sich mein Kind wenn ich es zwinge 50 mal das gleiche Wort zu schreiben? Ich bedanke mich für deine Beiträge die sind sooo toll ❤️

        • Januar 4, 2018 um 4:42 pm
          Permalink

          Hallo Tihana,
          ich freu mich, dass dir meine Beiträge gefallen und dass es dir gelingt dich in dein Kind hineinzuversetzen. Vielen Dank für dein Feedback.
          Viele Grüße, Steffi

  • April 6, 2017 um 7:45 am
    Permalink

    Und wie erkläre ich einem 1,5 jährigen Kind, dass es rein gar nicht witzig ist, seinen Gleichaltrigen Cousin zu hauen?!?

    • April 6, 2017 um 8:02 am
      Permalink

      Hallo Katrin,
      mir ist der Zusammenhang deiner Frage zum Artikel nicht ganz klar. Du kannst mit deinem Kind sprechen, ihm dies erklären, hinter das Verhalten sehen und Alternativen vorgeben. Das geht auch ohne Drohen oder Strafen, kostet zwar vielleicht ein bisschen mehr Zeit, aber lohnt sich. Wenn du Hilfe dabei brauchst, darfst du gerne ein Coaching oder eine Beratung bei mir buchen.
      Steffi

  • April 6, 2017 um 11:07 am
    Permalink

    Hallo Steffi, ich kann deinem Artikel auch voll und ganz zustimmen… Ausserdem finde ich toll wie du auf unsere ganzen Kommentare eingehst und immer versuchst dabei eine gute Lösung für jeden einzelnen zu finden ☺
    LG Kathi

    • April 7, 2017 um 1:58 pm
      Permalink

      Danke Kathi. Ich freu mich über jeden Kommentar, auch wenn meine Sicht und meine Empfehlungen nicht jeden ansprechen. Das ist vollkommen ok. Aber dafür gibt es ja dann genügend andere Coaches und Experten, so müsste jeder die für ihn stimmigen Inhalte finden 😊.
      LG, Steffi

  • April 14, 2017 um 10:37 pm
    Permalink

    Ja, man sollte erst lernen, zwischen Straffe und Konsequenz zu unterscheiden. Konsequenz nenne ich z.B. „wenn du dein Buch jetzt zerreißt, dann ist es nachher kaputt und ich könnte dir die Geschichte nicht mehr vorlesen“ oder „wenn du ohne Matschhose und Gummistiefel in die Pfütze springst, werden deine Klamotten nass“. Das sind logische Konsequenzen (Tatsachen „wenn es regnet, ist die Erde nass.) Alles andere sind keine Konsequenzen, sondern emotionale Manipulationen – „wenn du nicht brav bist, wird Mama/Papa böse“.
    Und ich finde, es ist meine Aufgabe mein Kind darauf hinzuweisen, welche Ergebnisse zu erwarten sind, wenn es sich für etwas entscheidet. Ablenkungen und andere Manöver lehren nur eines- „es ist nicht so wichtig, ich muss mich damit nicht beschäftigen „.
    Liebe Grüße

    • April 15, 2017 um 7:08 am
      Permalink

      Hallo Elle,
      vielen Dank für deine Gedanken zum Thema. Ich stimme dir zu, dass emotionale Manipuation alles andere als zielführend ist. Dieses Thema an sich kann tatsächlich sehr differenziert betrachtet werden. Der Hinweis auf mögliche Ergebnisse ohne moralischen Zeigefinger ist sicher etwas anderes als mit einer höheren Macht und unangenehmen Folgen zu drohen.
      Liebe Grüße
      Steffi

  • April 25, 2017 um 7:52 pm
    Permalink

    Ich finde den Artikel sehr gut Steffie !
    Ich kann mich da sehr gut wiederfinden. Manchmal denke ich daß ich sehr viel mehr davon geprägt bin, was andere von mir oder meinen Kindern erwarten als ich denke ….
    Und genau diese Prägung aus meinen eigenen Kindertagen ist es wahrscheinlich, die dazu führt daß ich total verunsichert bin und mich unbewußt stressen lasse. Was wiederum dazu führt daß die gesamte Situation aus den Fugen gerät und ich auch diese blöden “ wenn – dann – Sätze“ benutze ….
    Ich finde es gut daß du hier andere Wege a ufzeigst !

    • April 25, 2017 um 8:07 pm
      Permalink

      Hallo Michelle,
      vielen Dank für deine Gedanken zum Thema. Ich freu mich, dass dich der Artikel anspricht und zum Nachdenken anregt. Diese „Wenn-dann“-Falle schnappt oft automatisch zu. Dies zu erkennen ist allerdings schon ein riesengroßer Schritt weg davon und mit Übung klappt es nach und nach auch immer einfacher anders zu reagieren.
      Liebe Grüße
      Steffi

  • Dezember 12, 2017 um 12:46 pm
    Permalink

    Zu anfangs möchte ich anmerken,dass ich keine eigenen Kinder habe, dennoch aber vom Fach bin! Ich arbeite bereits seit 15 Jahren als Erzieherin im Kindergarten und habe zehn Jahre ehrenamtlich mit Teenagern gearbeitet! Heißt ich habe Erfahrung mit sämtlichen Altersstufen und ja, ich habe mich auch Fortbildungen gegenüber nie verwehrt!
    Ich sehe uns Erwachsene als Vorbilder, als Wegweiser, als Normen und Wertevermittler. Unsere Kinder sollen zweifelsfrei gehört und nicht einfach übergangen werden. Allerdings sind wir ihr Schutz und ihr Halt und ich bin der Meinung, dass sie natürlich keine unsinnigen Konsequenzen und Strafen brauchen, aber sie brauchen sie. Denn ohne klare Grundsätze und Konsequenzen,die auf illegitime Verhaltensweisen folgen, wie findet das Kind die Richtung? Es soll sich ausprobieren dürfen und auch eigenständig sein Denken entwickeln, aber ich bin gegen zu viel Freiraum. Das überfordert ein Kind, das überfordert sogar Erwachsene! Wie soll es sich behütet und sicher fühlen, wenn es nicht wirklich von Belang ist, wie und wo und was es gerade tut. Für mich hört sich das leicht nach sechziger Jahre, locker flockig, Flowerpower Erziehung an und es wäre schön,von allem was mitzunehmen und nicht eines als richtig und anderes als falsch abzustempeln. Wie haben Eltern ohne Ratgeber und Erziehungscoaches ihre Kinder groß bekommen? Die wurden auch nicht alle verhunzt! Nicht so viel zerlesen und zerreden, oft tut man intuitiv das Richtige!
    Lasst die Kinder Kind sein, mit Dreck und Schrammen und kaputten Hosen, aber lasst die Erwachsenen auch Erwachsene sein, wir wissen viele Dinge einfach besser, als die Kinder und wenn eines meiner 25 Kinder bei minus Graden ohne Jacke raus will, dann ist mir Learning bei Doing wurscht, dann sage ich , nein,du bleibst drinnen, ohne Jacke ist es draußen zu kalt!
    So, danke fürs lesen,I’am done

    • Januar 4, 2018 um 4:53 pm
      Permalink

      Hallo Dani,
      es ist eben doch ein Unterschied zwischen der Beziehung, Bindung und den Emotionen, die man als Elternteil seinem Kind gegenüberbringt und denen, die man als Erzieher (berufsbedingt oder ehrenamtlich) Kindern und Jugendlichen gegenüberbringt. Genau da liegt der Unterschied und genau deswegen ist die Herangehensweise doch eine andere.
      Es ist bestimmt von Vorteil, wenn Sie einfach noch einige andere meiner Blogartikel lesen oder sich mit meiner Arbeit auseinandersetzen, dann werden Sie feststellen, dass ich keineswegs als richtig oder falsch abstempele oder dass es meiner Meinung nach nicht von Belang wäre zu wissen was, wie oder wo ein Kind etwas tut.
      Jedoch war es Ihnen anscheinend lediglich ein Bedürfnis Ihre berufliche Erfahrung und Ihren Standpunkt darzulegen bzw. deutlich zu machen, dass Ratgeber und Erziehungscoaches (was sie als Erzieherin im Weitesten Sinne ja auch sind) unnütz sind und diese Möglichkeit haben Sie durch die Kommentargenehmigung ja jetzt erhalten.
      Alles Gute für Sie weiterhin.
      Steffi

      • Januar 5, 2018 um 1:56 pm
        Permalink

        Mein Geltungsdrang wurde sofort richtig erkannt! Großartig!
        LG Dani

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